UPPAHAR - Schweiz
Hilfe für Indien

Liebe UPPAHAR- und Indien-Freunde

Nun befindet sich die indische Bevölkerung schon in der dritten Phase der Ausgangssperre (=Lockdown), die bis 17. Mai gelten soll. Es wurden zwar minimale Erleichterungen der Maßnahmen geschaffen, doch im Ganzen leben die 1,3 Milliarden Inder dann schon 8 Wochen am Stück unter strikter Ausgangssperre.

Wir von Uppahar, viele andere nichtstaatliche Organisationen (NGO’s) und auch staatliche Einrichtungen in ganz Indien bemühen sich nach Kräften und Möglichkeiten, soviel Menschen wie möglich mit Lebensmittel-Paketen zu erreichen. Manche erreichten die Lebensmittel wirklich in letzter Minute! (siehe unten)

Wir sind überwältigt, dass so viele Freunde durch ihre großzügigen Gaben diese lebensrettende Hilfe ermöglicht haben.  Wir konnten bisher ca. 2200 Familien bzw. über 8500 Personen an 31 Orten mit Überlebenspaketen und Hygieneartikeln für 1 Monat versorgen. Vielen herzlichen Dank Ihnen allen!

Nachdem die Lebensmittel nun verbraucht sind, haben die Verteilungen für den zweiten Monat begonnen:

 

 

Vom 16.-18. April konnte Rajat in Khordha 112 Familien (gestrandete Tagelöhner & Arme) Grundnahrungsmittel mit Seifen überreichen.
Die Tagelöhner kamen teilweise 500 km entfernt aus einem Nachbar-Bundesstaat, aus West Bengalen.
Immer wieder erlebten wir es, dass Menschen aus Dankbarkeit weinten, wie hier dieser Mann aus Lolugu am 17.04.2020.
Über mehrere Tage verteilt konnten wir 575 Familien aus der Lolugu-Region durch die Lebensmittel-Pakete neue Hoffnung auf (Über-) Leben schenken.
Hier sehen Sie die Lebensmittelverteilung in einer der 3 Lepra-Kolonien, die wir versorgen.
In dieser Lepra-Kolonie konnten wir 20 Familien versorgen.
In unserem Kallata-Campus versorgten wir 38 bedürftige Familien aus mehreren Nachbardörfern.
Auf äußerst komplizierten Umwegen war es uns möglich, auch Lebensmittel-Pakete für 16 notleidende Familien in abgelegenen Dörfern zu arrangieren.
Ähnlich kompliziert war die Lebensmittel-Verteilung an 60 Familien, die aus Odisha kommend nahe Chennai als Tagelöhner arbeiteten. Sie kennen Uppahar und hatten in ihrer großen Not angerufen und um Hilfe gebeten, da sie schon 2 Tage absolut gar nichts mehr zu essen hatten, mit Frauen und Kindern! Dank sei dem HERRN, dass es geklappt hat und diese 60 Familien nun wieder gemeinsam kochen und essen können!
Am 29. und 30. April war es uns möglich, in einem Fischerdorf in Odisha an 140 sehr notleidende Fischer-Familien Lebensmittel zu verteilen:
 

Wer von unseren Mitarbeitern zwischendurch noch etwas Zeit hat, näht Mundschutz zum Verteilen:

Stellvertretend für so viele möchten wir Ihnen zum Schluss von zwei Begegnungen erzählen:

M. mit ihren Söhnen

M. leidet unter Epilepsie und ist daher eingeschränkt in ihrer körperlichen Arbeitsfähigkeit. Sie kocht am offenen Feuer und wäscht die Wäsche am Fluss, was alles ein großes Risiko für sie ist. Die Familie lebt in einer kleinen Strohhütte.

Ihr Mann ging wenige Tage vor der Ausgangssperre nach Hyderabad in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden, um seine Familie ernähren zu können. Nun lebt er mittellos auf der Straße und sucht, was er dort zum Überleben findet.

M. hat deshalb jetzt die alleinige Aufsicht und Verantwortung für ihre 2 Söhne, doch sie hat keine Möglichkeit, die Familie zu ernähren.

Als wir ihr das Hilfspaket überreichten, konnte sie nicht in Worte fassen, wie dankbar sie ist für diese echte Überlebenshilfe – ganz ohne Bedingungen und ohne die Möglichkeit, es wieder zurück zu bezahlen, meinte sie. Sie konnte nicht verstehen, warum wir so etwas tun, obwohl wir wissen, dass sie zu den Niedrigst-Kasten gehören.

Durch eure Gaben konnten wir ihnen Gottes Liebe in Wort, Tat und Gebet ganz nah und greifbar spüren lassen!

Vor Verzweiflungstat bewahrt

Frau C. mit ihrem Mann Ch. leben mit 4 Kindern und den 2 verwitweten Großmüttern zusammen. Normalerweise gehen C. und ihr Mann in die nächstgelegene Stadt, um als Tagelöhner die Familie ernähren zu können. Dennoch ist es nicht immer möglich, 3x täglich eine Mahlzeit zu haben. Seit der Ausgangssperre dürfen sie nicht mehr in die Stadt zum Arbeiten. Doch ohne Arbeit gibt es kein Geld und auch kein Essen! Die Familie besitzt selbst kein Land, wo sie etwas anbauen könnten.

Diese hoffnungslose Situation setzte der gesamten 8-köpfigen Familie psychisch so zu, dass sie schon geplant hatten Gift zu nehmen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Dies sagte uns der Dorf-Präsident mit der Bitte, ob wir der Familie nicht helfen könnten.

So eilten unsere Mitarbeiter mit den Lebensmitteln – und konnten wahrlich einer ganzen Familie zum Überleben helfen und wieder neu Hoffnung geben: durch die Lebensmittel und durch Gottes Wort & Gebet!

 

Nochmals herzlichen Dank Ihnen allen für Ihre Gebete und Gaben!

 

Ihre Familie Pani mit dem ganzen Uppahar-Team